Wie wandern digitale Daten zwischen Europa und Asien? (cid)
Wie wandern digitale Daten zwischen Europa und Asien? (Foto: Snow Kisses Sky, Flickr/cid)
Immer wichtiger wird für Europa die Kommunikation mit den aufstrebenden Wirtschaftsmächten in Asien. Wird der Datentransfer zwischen den Kontinenten gestört, kann dies die Wirtschaft in beiden Teilen der Welt hart treffen. Aber auch Bilder von Ereignissen, darunter die Olympischen Spiele in China, wollen übertragen und empfangen werden. Deshalb sind verlässliche Kommunikationswege von großer Bedeutung.
Der Weg nach Asien führt für viele aus Europa stammende Daten zunächst über die USA. Unterseeische Kabelverbindungen, bei denen es sich vor allem um Glasfaserkabel handelt, verbinden uns mit der Neuen Welt. Und von dort aus führen Kabelstränge durch den Pazifik nach Asien. Darüber hinaus gibt es Leitungen, die unter Wasser durch das Mittelmeer verlaufen, dann das Rote Meer durchziehen und sich schließlich durch den Indischen Ozean bis nach Asien erstrecken, so die Verbindungen der FlagTelecom Group.
Überland verlegte Leitungen dienen ebenfalls zur Kommunikation zwischen den Erdteilen. Jüngst ist eine neue Glasfaser-Datenautobahn zwischen Asien und Europa eingerichtet worden, die besonders kurz ist und zudem laut Betreiber um bis zu 50 Prozent schneller als bisherige Leitungen sein soll. Das paneuropäische Netzwerk von Interoute ist an das russische Pendant von Rostelecom angeschlossen worden. Die Strecke verläuft über die transsibirische Route.
Ein dritter Übertragungsweg von Internet- und Telefondaten geht hoch hinaus: Über Satelliten werden die Bits und Bytes zwischen den Kontinenten übertragen. Weil die Satellitentechnologie jedoch im Vergleich zu den anderen technischen Möglichkeiten vergleichsweise teuer ist, setzen viele Nutzer lieber auf die Datenübertragung per Kabel.
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