Software für Datensicherung auf den Zahn gefühlt

Software für Datensicherung auf den Zahn gefühlt

  (cid)

Digitale Daten sollten regelmäßig gesichert werden. Denn Festplatten könnten plötzlich defekt sein oder der Rechner könnte gestohlen werden. Spezielle Software soll bei der Sicherung der Daten helfen. Wie viel Hilfe sich der Nutzer von den Programmen in der Praxis erhoffen kann, hat jetzt die Zeitschrift "Computer-Bild" getestet. In dem Test sind sechs klassische Datensicherungs-Programme auf Herz und Nieren geprüft worden, die im Fachhandel zwischen 35 Euro und 50 Euro zu haben sind. Darüber hinaus haben sich die Tester vier Internet-Sicherheitspakete sowie zwei Multimedia-Programme mit Funktion zur Datensicherung angesehen.

Daten können auf unterschiedliche Weise gesichert werden. Einerseits lässt sich ein Abbild (Image) der gesamten Festplatte inklusive sämtlicher Software-Installationen anfertigen. Die zweite Option ist, Daten ordner- oder dateiweise zu sichern. Hierbei spricht der Fachmann von einem Back-up. Es hat sich gezeigt, dass richtige Alleskönner unter den Programmen Mangelware sind. Die meisten Tools waren entweder dazu in der Lage, ein Image zu erzeugen oder ein Back-up. Außerdem sind viele Tools zu teuer für den Leistungsumfang, den sie bieten. Unter den klassischen Programmen haben bis auf den Testsieger alle mit "ausreichend" oder gar mit "mangelhaft" abgeschnitten. Wirklich überzeugen konnte somit nur "True Image 11 Home" von Acronis. Sämtliche gängigen Sicherungsmethoden sind hiermit möglich, zudem können etwa feste Zeiten für die Sicherung (zum Beispiel wöchentlich) eingestellt werden. Darüber hinaus ist im Lieferumfang eine Notfall-CD enthalten, mit der sich ein Computer im Schadensfall starten lassen soll. Zudem loben die Tester die leichte Bedienbarkeit der Software, die für rund 50 Euro zu haben ist.

Keinen einzigen Pluspunkt konnten die Prüfer den drei letztplatzierten Tools "Norton Save & Restore 2.0" von Symantec, "PC Backup" von Orlogix und "PowerBackup 2.5" von CyberLink bescheinigen. Die Programme bemerken beispielsweise unvollständige Sicherungen nicht, können keine Images erstellen und sind recht teuer. Diese und weitere Negativaspekte haben zu einer Bewertung mit einer Schulnote von jeweils 5,0 geführt.

Ähnlich ergangen ist es den beiden Multimedia-Brennprogrammen "Nero 8" von Nero und "WinOnCD 10" von Roxio. Zwar wurden sie nur zum Vergleich mit getestet, konnten aber in Hinblick auf die Datensicherung ebenso wenig überzeugen wie die letztplatzierten der klassischen Sicherungs-Programme. Von den vier Internet-Sicherheitspaketen hat immerhin eines die Note "ausreichend" erlangt: "Total Security 2008" von BitDefender. Allerdings kann es keine Images erstellen. Mit einem "mangelhaft" haben die Tester die anderen drei Online-Programme "Norton 360" von Symantec, "Internet Security Suite" von McAfee und "TotalCare" von G Data bewertet.

Laut dem Test ist eine komfortable Datensicherung sowohl als Image als auch als Back-up demnach nur mit einem Programm aus dem Testfeld möglich. Jedoch sollte auch damit eine Sicherung nicht einfach wahllos angefertigt werden. Es ist nicht ratsam, die Daten auf derselben Festplatte zu sichern, auf der sich auch die Originale befinden. Erleidet das Laufwerk einen mechanischen Defekt, ist alles verloren. Empfehlenswert ist hingegen die Sicherung auf einer externen Festplatte, auch auf CDs und DVDs sowie auf Speicher-Sticks können Daten gesichert werden.



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