SETI@home: Gestohlenes Laptop statt Marsmännchen (cid)
Seit Ende der 1990er Jahre sucht SETI@home erfolglos Außerirdische. Jetzt hat das aus vielen Millionen Privat-PCs bestehende Forschungsprojekt immerhin ein gestohlenes Laptop gefunden. Anfang Januar wollte im SETI-Forum der Nutzer "Admiral Marith" aus Kalifornien wissen, wie er an die IP-Adresse jenes Computers komme, der soeben neueste Informationen an das Projekt geliefert hatte. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass es sich bei dem "Datenlieferanten" um den unlängst gestohlenen PC seiner Frau handelt, der sich seit Jahren regelmäßig mit dem SETI-Server verbindet. Anhand der IP-Adresse des Laptops war der Dieb schon wenige Tage später ausfindig gemacht und die Frau konnte ihr Notebook bei der Polizei von Minneapolis im mehrere tausend Kilometer entfernten US-Bundesstaat Minnesota abholen.
SETI@home ist ein wissenschaftliches Projekt der University of California in Berkeley, Die Bezeichnung steht für "Search for Extraterrestrial Intelligence" (Suche nach außerirdischer Intelligenz). Das Projekt nutzt dabei die Rechenleistung all der Privat-PCs, die daran mitmachen und sich regelmäßig mit dem Server verbinden lassen. Die derart starke Rechenleistung wird benötigt, um von einem Server aus Radioteleskope zu aktivieren, die nach Radiosignalen aus dem Weltall suchen. Die könnten wiederum ein Zeichen dafür sein, dass außerirdisches Leben Kontakt zur Erde aufgenommen hat. Um mitzumachen, muss man sich eine entsprechende Software herunterladen und möglichst immer online sein (www.setiathome.de).
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